Tuning Projete
Yamaha YZF-R1 – High-Performance-Umbau
Vom 1.000-cm³-Supersportler zum kompromisslosen Performance-Projekt mit bis zu 1.198 cm³, 214 PS am Hinterrad und speziell entwickeltem RamAir-System.
Die Yamaha YZF-R1 als Basis
Mit ihrer Vorstellung Ende 1997 setzte die Yamaha YZF-R1 neue Maßstäbe im Supersport-Segment. Bereits serienmäßig standen rund 135–138 PS am Hinterrad und ein maximales Drehmoment von etwa 10,4 kgm zur Verfügung – für damalige Verhältnisse beeindruckende Werte.
Für uns war die Serienleistung jedoch nur der Ausgangspunkt.
Unser Ziel bestand darin, das tatsächliche Potential des Motors freizulegen. Dazu wurden leistungsbegrenzende Komponenten überarbeitet und die entsprechende Peripherie konsequent auf das Gesamtsystem abgestimmt.
Das Ergebnis war kein einzelner Tuning-Schritt, sondern eine über Jahre weiterentwickelte Yamaha YZF-R1 mit unterschiedlichen Motor- und Fahrwerksausbaustufen.

Projektdaten
Motorrad
Yamaha YZF-R1
Basis
Modellgeneration 1998-2001
Motor-Ausbaustufen
1.080 cm³ / 1.198 cm³
Max. Leistung
214,04 PS am Hinterrad
Max. Drehmoment
145,46 Nm
Ansaugsystem
KAINZINGER Carbon-RamAir-Box
Vergaser
modifizierte 41-mm-Keihin FCR
Einsatz
Prüfstand · Tuner Grand Prix · Rennstrecke
Von 1.080 auf 1.198 cm³
Die erste Ausbaustufe: 1.080 cm³
Eine der ersten umfangreichen Entwicklungsstufen basierte auf unserer 1998er Yamaha YZF-R1 mit einem auf 1.080 cm³ vergrößerten Motor.
In dieser Konfiguration erreichte die R1:
200,46 PS am Hinterrad
127,29 Nm maximales Drehmoment
Doch damit war die Entwicklung noch nicht abgeschlossen.
Die nächste Evolutionsstufe: 1.198 cm³
Ab 2007 wurde das Motorkonzept nochmals umfassend weiterentwickelt. Mit 1.198 cm³ Hubraum stiegen sowohl Leistung als auch Drehmoment nochmals deutlich.
Das Ergebnis:
214,04 PS am Hinterrad
145,46 Nm maximales Drehmoment
Die beiden Entwicklungsstufen zeigen eindrucksvoll, welches Potential in der frühen Yamaha YZF-R1 steckt, wenn Motor, Ansaugung und Peripherie konsequent als Gesamtsystem entwickelt werden.
Hubraum ist nur durch mehr Hubraum zu ersetzen.
PS Tuner Grand Prix 2004
Die Leistungsfähigkeit des Projekts zeigte sich nicht nur auf dem Prüfstand
Beim PS Tuner Grand Prix 2004 trat unsere Yamaha YZF-R1 mit dem damaligen 1.080-cm³-Motor gegen die weiteren Fahrzeuge des Teilnehmerfeldes an.
Die R1 erreichte dort:
- 201 PS nach EU bzw. 210 PS nach DIN
- 127 Nm nach EU bzw. 139 Nm nach DIN
- eine besonders homogene Drehmomentkurve
- 163 kg fahrfertiges Gewicht, vollgetankt und mit sämtlichen Betriebsflüssigkeiten
Damit verfügte die Kainzinger R1 über die höchste Leistung des damaligen Teilnehmerfeldes und war gleichzeitig das leichteste Motorrad.

Damit 214 PS auch Luft bekommen
Entwicklung der Kainzinger Carbon-RamAir-Box
Mehr Motorleistung allein reicht nicht aus.
Mit zunehmender Leistung steigen auch die Anforderungen an die Luftversorgung des Motors. Für die 1.198-cm³-Ausbaustufe entwickelten wir deshalb eine spezielle Carbon-RamAir-Box.
In das System wurden die modifizierten 41-mm-Keihin-FCR-Vergaser integriert.
Ziel der Konstruktion war eine zuverlässige Versorgung des Motors mit der erforderlichen Luftmenge und gleichzeitig die Nutzung eines zusätzlichen RamAir-Effekts bei zunehmender Geschwindigkeit.
Die Airbox wurde damit zu einem wesentlichen Bestandteil des gesamten Motorkonzepts – entwickelt passend zu einem Motor mit 214 PS am Hinterrad.
Carbon-RamAir-System im Detail
Entwicklung und Integration der RamAir-Box für die 1.198-cm³-Ausbaustufe der Kainzinger Yamaha YZF-R1.
Entwicklung unter Rennbedingungen
Die Erfahrungen mit der Yamaha YZF-R1 beschränkten sich nicht auf Prüfstand und Werkstatt.
Auch im Rennsport kamen entsprechend aufgebaute Maschinen zum Einsatz.
Unser Kunde und Freund Urs Weder aus der Schweiz startete mit der Kainzinger Yamaha YZF-R1 unter anderem in Brünn.
Mit einer Rundenzeit von 2:05,178 Minuten zeigte die R1 auch unter Rennbedingungen ihr Potential.

Urs Weder mit der Kainzinger Yamaha YZF-R1 beim Renneinsatz in Brünn.
Das Ergebnis
Konsequente Entwicklung statt einzelner Tuningmaßnahmen
Die Kainzinger Yamaha YZF-R1 zeigt, was möglich wird, wenn ein Motorrad nicht durch einzelne Komponenten, sondern als Gesamtsystem entwickelt wird.
1.198 cm³ Hubraum
214,04 PS am Hinterrad
145,46 Nm Drehmoment
speziell entwickelte Carbon-RamAir-Box
modifizierte 41-mm-Keihin-FCR-Vergaser
Von der Motorentwicklung über die Ansaugung bis zur Gewichtsoptimierung und dem Einsatz auf der Rennstrecke entstand eine Yamaha YZF-R1, die das Potential der ersten R1-Generation konsequent ausreizte.












