KTM Tuning-Projekt

KTM 1190 RC8 R Track – Rennstrecken-Tuning mit 185,65 PS am Hinterrad

Umfangreicher Motoraufbau mit KTM Superbike Kit, Zylinderkopfbearbeitung und zylindersequentieller Prüfstandsabstimmung

Bei dieser KTM 1190 RC8 R Track stand von Beginn an ein konsequenter Aufbau für den Einsatz auf der Rennstrecke im Mittelpunkt.

Als technische Basis für den Umbau diente der komplette KTM RC8 R Superbike Kit. Motor, Getriebe, Elektronik und Peripherie wurden entsprechend umfangreich bearbeitet beziehungsweise umgebaut.

Kompletter Motoraufbau für die Rennstrecke

185,46 PS am Hinterrad – 147,21 Nm maximales Drehmoment

Nach der Anlieferung wurde die KTM schrittweise zerlegt und der Motor aus dem Chassis ausgebaut.

Der Motor wurde anschließend komplett zerlegt. Zu den dokumentierten Arbeiten gehörten unter anderem:

  • Aufbau des Getriebes mit Kit-Zahnrädern
  • Austausch weiterer Getriebekomponenten gegen Kitteile
  • komplette Demontage und Bearbeitung beider Zylinderköpfe
  • Bearbeitung von Brennräumen und Kanälen
  • Neuaufbau der Zylinderköpfe mit entsprechenden Kit-Ventilen und Ventilfedern
  • Kontrolle und Anpassung der Ventilfederteller
  • Montage und Einstellung der Nockenwellen
  • Einbau des Kit-Kabelbaums
  • neues Airboxunterteil mit Sensorik und Einspritzanlage
  • Montage der Auspuffanlage

Exakte Einstellung der Nockenwellen-Steuerzeiten

Bei der Einstellung der Nockenwellen zeigte sich, dass die in den Kit-Unterlagen angegebenen Werte mit den mitgelieferten Einstellhilfen nach unseren damaligen Messungen nicht eingehalten wurden.

Deshalb wurden die Steuerzeiten exakt über Gradscheibe und Messuhren eingestellt.

Anschließend wurde der Motor komplettiert und wieder in das Fahrwerk eingebaut.

Airbox, Ram-Air und Abgasanlage

Nach dem Motoreinbau wurden unter anderem Kit-Kabelbaum, Airbox, Sensorik, Einspritzanlage, Kühlsystem und Abgasanlage montiert.

Einfahren und Abstimmung auf dem Prüfstand

Der neu aufgebaute Motor wurde anschließend auf unserem Dynojet 250i Prüfstand mit Lasterzeugung über den Retarder eingefahren.

Nach dem Einfahren wurden Motoröl und Filter gewechselt.

Danach erfolgte die zylindersequentielle Abstimmung der Einspritzung mit Power Commander V.

Von 179,13 auf 185,65 PS am Hinterrad

Die erste Leistungsmessung erfolgte noch mit Serienmapping, ohne DB-Eater und mit deutlich zu fettem Gemisch.

Dabei wurden:

179,13 PS am Hinterrad
134,15 Nm gemessen.

 

Nach der zylindersequentiellen Abstimmung erreichte die KTM RC8 R Track:

185,65 PS am Hinterrad
139,99 Nm Drehmoment

Die dokumentierte Motorleistung betrug:

197,69 PS

Die abschließende Hinterradmessung erfolgte mit Slick.

Vergleich mit einer Ducati 1098 R

Zusätzlich wurde die KTM mit einer sehr guten Ducati 1098 R mit ebenfalls 1.200 cm³ Hubraum verglichen.

Bei 7.000 U/min wurden folgende Werte dokumentiert:

KTM RC8 R Track:
134,47 PS · 134,91 Nm

Ducati 1098 R:
113,88 PS · 114,25 Nm

Damit zeigte sich insbesondere bei 7.000 U/min ein deutlicher Unterschied im Leistungs- und Drehmomentverlauf.

Das Ergebnis

Aus der KTM 1190 RC8 R Track entstand ein konsequent für die Rennstrecke aufgebautes Motorrad mit umfangreich bearbeitetem Motor, Superbike-Kit-Komponenten und individueller Prüfstandsabstimmung.

Das abschließende Ergebnis:

185,65 PS am Hinterrad

139,99 Nm Drehmoment

197,69 PS Motorleistung

KTM RC8 R Track – Bilder vom Aufbau

KTM RC8 R beim PS Tuner GP 2012

Die von KAINZINGER getunte KTM RC8 R wurde später beim PS Tuner GP 2012 von PS-Tester Volkmar Jakob gefahren.

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Aprilia RSV4 RF auf der Rennstrecke am Rheinring